Online Reputation Management für Unternehmen: Suchmaschinenoptimierung und Stimmungsbeeinflussung

Mit dem Begriff Online Reputation Management, kurz ORM, werden alle Aktivitäten beschrieben, die sich mit der Beobachtung, der Analyse und dem Managen der Veröffentlichung über eine Organisation, ein Produkt oder eine Privatperson im World Wide Web beschäftigen. ORM erstreckt sich von der Überprüfung der Suchmaschinenergebnisse über die Kontrolle der Meinungen in Foren und Blogs sowie Events in Social Media von Facebook bis Twitter. Ziel des Online Reputation Management ist es, unerwünschte Meinungen im Netz zu Steuern und – sofern möglich – zu löschen oder mit Hilfe von Suchmaschinenoptimierung (SEO) zumindest so weit nach hinten zu verdrängen, dass diese nicht auf der ersten Seite aufgeführt werden und somit weniger Gewicht haben.

Online Reputation Management für Unternehmen

Viele Unternehmen, die sehr viel in den digitalen Medien vertreten sind, haben die Bedeutung von Online Reputations Management für Ihr öffentliches Bild und den damit zusammenhängenden Absatz ihrer Waren erkannt. Das Internet spielt inzwischen eine sehr große Rolle bei anstehenden Entscheidungen zum Erwerb eines Produktes oder einer Dienstleistung. Viele potentielle Kunden informieren sich vorher bei den relevanten Bewertungsportalen und Foren. Hat ein Unternehmen dort hauptsächlich schlechte Bewertungen, so hat es auch schlechte Chancen beim Verbraucher.
Doch nicht jede negative Meinung hat gleich Konsequenzen und muss gleich Gegenmaßnahmen nach sich ziehen: Wann ist es nur die Meinung eines Einzelnen? Ab wann schlägt die allgemeine Meinung zum Unternehmen um? Oder ist eventuell sogar die Konkurrenz am Werk und versucht, den Ruf des Unternehmens in den Dreck zu ziehen?
In diesem Punkt ist die Differenzierung sehr wichtig, da übertriebene Gegenmaßnahmen den Ruf eines Unternehmens ebenfalls beschädigen können.

Meinungen im Internet und deren Entwicklung erkennen

Beim ORM gilt es, Strategien zu entwickeln, um herauszufinden, welche Einträge wirklich Relevanz haben und wie auf falsche oder unwahre Bewertungen und Meinungen reagiert werden soll. Auch gilt es herauszufinden, ob auf anderen Seiten überwiegend positives berichtet wird und warum es in diesem Fall negative Ausreißer gibt. Gerade in Kriesenfällen sorgt das Netz durch seinen stetigen Informationsfluss dazu, dass sich negative Schlagzeilen in gefühlter Lichtgeschwindigkeit verbreiten. Diese Dynamik in der Meinungsbildung der Öffentlichkeit müssen PR- und Kommunikationsabteilungen berücksichtigen.

Allgemein gilt: Je positiver ein Unternehmen oder ein Produkt im Internet bewertet werden, desto höher ist auch die Nachfrage.